Blues Pills: Viel mehr als Glück

-

Blues Pills: Viel mehr als Glück

- Advertisment -

Bluespills2014gSie sind die Wunderkinder des Bluesrock, die große Überraschung  im Vintage-Sound. Mit nur einer EP bei Nuclear Blast zogen die Blues Pills Fans, Presse und Bands auf ihre Seite, verdrehten allen mit ihrer wunderbar blubbernden, warmen Vergangenheitsglorifizierung den Kopf.
Den Wenigsten gelingt es, schon lange vor dem eigentlichen Debüt den Durchbruch zu schaffen – und auf dem offiziellen Erstling BLUES PILLS beweist eine gehörige Dosis souliger Bluesrock in Verbindung mit der umwerfenden Stimme von Elin Larsson, dass diese Vorschusslorbeeren mehr als nur ein wenig verdient sind. Der Bassist der Truppe, Zach Anderson, hat nicht nur ein Faible für Orange-Amps, sondern auch für eine sehr  langsame, bedachte und einlullende Sprechweise. Fast wie in manchen seiner Songs also…

 

Eure„Blues Pills“ – ist das jetzt eigentlich ein Mittel für oder gegen den Blues?
Für den Blues natürlich! Musikalisch gesehen zumindest, den wirklichen „Blues“ zu haben ist ja nicht besonders wünschenswert.

Merkt man: Euer Blues klingt weniger niedergeschlagen als vielmehr groovend und aufputschend, in Stücken wie ›Ain’t No Change‹ beinahe wie eine Kampfansage. Ist die darin enthaltene Zeile „Ain’t no changing me“ eine Art Bandlosung?
Ein wenig vielleicht, ja. Wir versuchen, die Musik so pur wie möglich halten und wirklich nur das zu spielen, was sich für uns am natürlichsten anfühlt und womit wir am meisten verbinden. Für unser erstes Album BLUES PILLS bedeutete das, dass wir uns deutlich mehr am Soul orientiert haben als noch auf den letzten Songs. Anfangs wussten wir noch nicht genau, ob wir das durchziehen sollen, weil wir ja wussten, bei einem Metal-Label zu sein und auch generell oft auf Metal-Festivals auftreten.

Fühlt es sich manchmal merkwürdig an, wenn ihr euch zwischen all diesen Metal-Bands wiederfindet?
Ein wenig schon, doch ich glaube, dass es letztlich eine gute Sache ist und uns eher zum Vorteil gereicht als dass es uns schadet. Auf diese Weise fallen wir zumindest mehr auf als die anderen Bands. Allerdings wissen wir dadurch vor einem Konzert nie wirklich, wie es verlaufen wird. Das kann manchmal einschüchternd sein, hat sich bislang aber sehr häufig als großes Glück erwiesen. Und obendrein scheint es den Metal-Fans zu gefallen.

Einen Metalhead gibt es bei den Blues Pills also nicht?
Nein, so kann man das nicht sagen. Wir alle haben ähnliche Vorlieben, obgleich Blues, Soul und Classic Rock natürlich auch wieder extrem weite Felder sind…

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Die größten unveröffentlichten Alben aller Zeiten: DEF LEPPARD

Als sich Def Leppard mit Jim Steinman zusammentaten, erwarteten sie Großes. Was sie bekamen, war eine riesige Essensrechnung. Als Def...

Meilensteine: Sonny & Cher

1. August 1971: Das US-Popduo startet mit der TV-Show „The Sonny & Cher Comedy Hour“ durch. Nach dem Durchbruch mit...

Video der Woche: ZZ Top mit ›Burger Man‹

Diese Woche verstarb überraschend Dusty Hill, Bassist von ZZ Top. Wir widmen ihm unser Video der Woche. 52 Jahre:...

CLASSIC ROCK präsentiert: Tourdaten von Foreigner, Status Quo, Cheap Trick u.v.m.!

10CCassconcerts.comIm November kommen Graham Gouldmann und Co. wieder nach Deutschland. Diesmal auch für mehrere Shows. 02.11. Hannover, Theater am Aegi03.11....
- Werbung -

Don Marco & die kleine Freiheit: Musikalische Patchwork-Familie

Der Boss ist schuld. Als am 14. April 1981 die Familie eines amerikanischen Freundes Markus Naegele mit auf ein...

Videopremiere: Dead Star Talk mit ›Top Of Our Lungs‹

Vor ihrem Debütalbum Anfang nächsten Jahres kommt jetzt die dritte Dingle der Dänen. Das Quartett entschied sich kurz vor der...

Pflichtlektüre

Videopremiere: Robert Pehrsson’s Humbucker – ›All I Need Is Not To Need You‹

Seht hier exklusiv das neue Lyricvideo von Robert Pehrsson. Am...

Blues Pills, Kadavar: Stuttgart, Im Wizemann (21.10.2016)

Ungleiches Paar Keine Band ist zu beglückwünschen, die nach Kadavar...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen