Review: Heart – LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL

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Review: Heart – LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL

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heart royal albert hallHerzensangelegenheit.

Die megaerfolgreichen Glanzzeiten mögen vielleicht Geschichte sein, aber Heart um die beiden Wilson-Schwestern Ann und Nancy haben noch immer einiges zu bieten. Vor ein paar Monaten zunächst ihr erstes Studioalbum (ihr insgesamt sechzehntes) seit vier Jahren, BEAUTIFUL BROKEN, (mit einem Gastauftritt von Metallicas Ja­­mes Hetfield) und nun die DVD/Blu-ray/CD LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL. Vier Nummern des Live-Sets stammen aus ebenjenem BEAUTIFUL BROKEN. Was an sich schon kein reinrassiges neues Album war, sondern zumeist Songs beinhaltete, die aus einer Phase Anfang der 80er Jahre stammen, als mit Heart kein Blumentopf zu gewinnen war. „Tolle Songs“, wie Ann und Nancy im Bonus-Interview er­­zählen. „Aber wir waren nicht in unserer besten Verfassung und darunter hat die wunderhübsche Ballade ›Sweet Darlin’‹ (ursprünglich von BEBE LE STRANGE) in ihrer Performance gelitten.“ Gleich dreimal wird das Debütalbum DREAMBOAT ANNIE bemüht, etwa im klassischen Einsteiger ›Magic Man‹ sowie beim Titelsong und ›Crazy On You‹. Auch die extrem erfolgreiche Haarspray-Phase Mitte bis En­­de der 80er soll nicht zu kurz kommen – ›What About Love‹, das von Nancy intonierte ›These Dreams‹ (im Anschluss an das neue, sehr gefühlvolle ›Two‹) und der Höhepunkt der ganzen Show, ›Alone‹, bei dem Ann Wilson einen Gänsehaut-Moment nach dem anderen provoziert, so gut und inspiriert ist ihre Vokal-Akrobatik. ›Sand‹ stammt im Original vom Side-Project Lovemongers, ›No Quarter‹, klar, von Led Zeppelins HOUSES OF THE HOLY, eine Band, die Heart gern und häufig covern. Und die erfolgreichste Heart-Single, ›Barracuda‹, darf natürlich auch nicht fehlen. Auch wenn die Band bereits seit 2013 in der Rock and Roll Hall of Fame beheimatet ist, ihr wahrer Wohlfühlort ist nach wie vor die Bühne.

8/10

Heart
With The Royal Philharmonic Orchestra
LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL
EAGLE ROCK ENTERTAINMENT/UNIVERSAL

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