Review: Jeff Beck – LIVE AT THE HOLLYWOOD BOWL

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Review: Jeff Beck – LIVE AT THE HOLLYWOOD BOWL

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Jeff Beck Hollywood Bowl

Jubiläumskonzert mit Stargästen auf DVD und Doppel-CD.

Von den drei britischen Gitar­rengöttern, die sich von 1963 bis 1968 bei The Yardbirds die Klinke in die Hand gaben, blieb Jeff Beck stets der talentierteste, aber auch unberechenbarste. Im Gegensatz zu den – bei allem Respekt – stets auf Stromlinienform geeichten Kollegen Eric Clapton und Jimmy Page experimentierte Beck lieber in exotischen Gefilden wie Jazz Fusion oder hing seiner Passion Rock’n’Roll nach.

Zum 50. Bühnenjubi­läum des Solisten Beck lud der von seiner aktuellen Band (Sängerin Rosie Bones, Rhythmusgitarristin Car­men Vandenbergs, Bassistin Rhonda Smith, Schlag­zeuger Jonathan Joseph) begleitete Meistervirtuose im Sommer 2016 in die Hollywood Bowl, brachte diverse Gäste mit und zündete selbstverständlich ein Feuer­werk der Superlative. Audiovisuell nachzuvollziehen im Paket aus DVD und Doppel-CD: Dass Jeff Beck lieber in die Zukunft blickt, als in die gewiss beeindruckende Vergangenheit, stellte er mit ›The Revolution Will Be Televised‹ aus dem aktuellen Werk LOUD HAILER zum Einstieg sowie zwei weiteren Auszügen etwas später unmissverständlich klar. Danach hakte er chronologisch seinen Werdegang ab: ›Over Under Sideways Down‹, ›Heart Full Of Soul‹ und ›For Your Love‹ von den Yard­birds lieh Jimmy Hall seine recht patente Stimme. Hall kehrte zurück für ›Rice Pudding/Morning Dew‹ von der Jeff Beck Group – eine Schande, dass sich weder Rod Ste­wart noch Ron Wood blicken ließen. Mit Keyboarder Jan Hammer tauchte Beck tief in die Welt der Jazz Fu­­sion ein. Weder eine Jeff Beck Group mit Bobby Tench, noch Beck, Bogert & Appice ließen sich blicken.

Von da an ging es kreuz und quer: Beth Hart lieh ihre Stimme für Etta James’ ›I’d Rather Go Blind‹. Buddy Guy bereicherte den Zwölftakter ›Let Me Love You‹, Billy Gibbons plagiierte ZZ Tops ›Rough Boy‹. Danach ging es mit Steven Tyler (›Train Kept A-Rollin’‹, ›Shapes Of Things‹) zurück in die Prähistorie. Im Jazz-Arrangement folgte ›A Day In The Life‹ der Beatles, bevor aus damals aktuellem Anlass Prince mit ›Purple Rain‹ Ehrung erfuhr.

8/10

Jeff Beck
LIVE AT THE HOLLYWOOD BOWL
EAGLE VISION/UNIVERSAL

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